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Im Focus:
Die biologische Wasserqualität

Wir sind Spezialisten für Wassertiere

  • analysieren tierische Lebensgemeinschaften wie
    • Zooplankton
    • Meiofauna
    • Makrozoobenthos
  • bewerten deren Vorkommen unter den Aspekten
    • Qualität
    • gesundheitliche Relevanz
    • hygienische Bedeutung
    • ökologischer Zustand
    • Naturschutz
  • begutachten deren Lebensräume wie
    • Trinkwasser
    • Seen
    • Fließgewässer
  • beraten Sie zu Fragen
    • der biologischen Wasseranalyse
    • von Invertebraten im Trinkwasser
    • von Gewässerschutz und -sanierung
    • der Umweltverträglichkeit von Maßnahmen.
       

Aktuell

Verfahren zur Analyse und Bewertung von wirbellosen Tieren in Trinkwasser-
verteilsystemen entwickelt

Ergebnisse des Forschungsteams

Die Trinkwasserqualität muss anhand der chemischen, physikalischen, toxikologischen und hygienischen Parameter überwacht und bewertet werden. Zunehmende Bedeutung erlangt als weiterer Bewertungsansatz die biologische Trinkwasserqualität, denn organische partikuläre Ablagerungen im Rohrnetz können zur Besiedelung von Trinkwassernetzen durch wirbellose Tiere, den Invertebraten, führen. Zur qualitativen und quantitativen Untersuchung von tierischen Organismen in Wasserversorgungsanlagen existieren bislang weder in Deutschland noch im europäischen Kontext verbindliche, standardisierte Verfahren. 

Im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojektes der TU Berlin, der TU Dresden, den Firmen Aqualytis und Scheideler Verfahrenstechnik GmbH wurde ein Probenahme- und Messsystem entwickelt, das es erlaubt, Wasserasseln, deren Kot und andere Invertebraten schonend und quantitativ bei einer Beprobung am Hydranten abzutrennen. Die Erfassung, Analyse und Bewertung der Invertebraten in Systemen der Trinkwasserverteilung wurde weiterentwickelt und das Auftreten von Invertebraten wurde durch einen Multimetrischen Bewertungsindex

Organische Ablagerungen und Besiedelung mit Invertebraten in einem Rohrleitungssystem Grafik

qualitativ und quantitativ bewertet. Es konnte gezeigt werden, dass der Kot der Wasserasseln gut als Indikator für das Vorkommen der Asseln gewertet werden kann. Die Untersuchungen in verschiedenen Trinkwassersystemen haben gezeigt, dass ein hohes Maß von in Rohrleitungen abgelagerten Partikeln oftmals eine hohe Besiedelungsdichte an Invertebraten bedingt. Deshalb ist es notwendig, vor einer Beprobung eines Verteilungsnetzes anhand der hydraulischen Bedingungen, der Netzstruktur und der Partikelquellen die erwartete Ablagerungsbildung mit einem dynamischen Rohrnetz-Wassergütemodell zu berechnen.

Wiederfund von Simulium (Byssodon) maculatum in der Oder

Im Rahmen einer von der Bundesanstalt für Gewässerkunde beauftragten benthosbiologischen Untersuchung am 13.08.2013 in der Oder bei Reitwein gelang uns ein bodenständiger Nachweis von Simulium (B.) maculatum. Am Westufer der Oder wurden jeweils eine immature männliche und eine immature weibliche Puppe nachgewiesen. Die zu den Kriebelmücken gehörende Art weist eine ostwärts nach Sibirien gerichtete Verbreitung auf und gehört dort zu den typischen Bewohnern größerer Flüsse. Veröffentlicht: Lauterbornia 77 (2014), 71-75

Uferstrukturen im Bereich des Westufers der Oder bei Reitwein

Verminderung von Invertebraten in der Trinkwasserverteilung (Praxisbeispiel)

Vortrag im Rahmen der Veranstaltung "Wirbellose Tiere in der Trinkwasserverteilung - neue Erkenntnisse aus Forschung und Praxis" (Autor: U. Michels)Vortrag

Invertebraten in der Trinkwasserverteilung - Vorkommen, Bedeutung und Bewertung

Vortrag im Rahmen der Veranstaltung "Wirbellose Tiere in der Trinkwasserverteilung - neue Erkenntnisse aus Forschung und Praxis" (Autoren: U. Michels, G. Gunkel, M.Scheideler)Vortrag

„Invertebraten im Trinkwasser – Probenahme, Analytik und Bewertung”

U. Michels, G. Gunkel, M. Scheideler & K. Ripl, Universitätsverlag der Technischen Universität Berlin, 2013, ISBN 978-3-7983-2575-3 (online unter http://url9.de/Hvx)